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Wie sie für mich waren, die ersten Tage der Flut

Katerina Reiss • 15. Dezember 2021

14.07.2021 bis 17.07.2021

14.07.2021
Thorsten schickt uns Fotos und Videos von den Pferden, die auf der Weide gegenüber von seinem Haus am Swistbach in Holzweiler stehen, sie stehen knöcheltief im Wasser. Es ist kurz nach 16 Uhr. Ich verlasse gerade das Büro und gehe in Richtung Auto. Es regnet immer noch, schon seit zwei Tagen fast durchgehend. Auf halber Strecke meldet sich Mario um 16:23 Uhr bei mir. Er fragt, ob wir den Tisch im Neuenahrer Brauhaus, welchen wir für 18 Uhr reserviert haben, nicht besser wieder stornieren sollen, weil es immer weiter regnet. Ich stimme zu. Schon sieben Minuten später erreicht mich eine weitere Nachricht, dass ich nicht über Gelsdorf fahren soll, da die Straße nach Vettelhoven wieder überflutet ist. Das ist sie bei Starkregen des Öfteren, da mache ich mir noch gar keine Gedanken. Mario versucht über Esch zu fahren, meldet sich kurz drauf wieder bei mir und sagt, dass ich dort nicht lang fahren soll, da der Engpass in Esch überflutet ist. OK, dann nehme ich heimlich die Straße durch Gelsdorf an der Kaserne über die Felder nach Holzweiler. Das klappt noch. Mario hat die gleiche Idee, nur von Richtung Esch aus fährt er über Felder. Wir kommen fast zeitgleich daheim an. 16:47 Uhr schickt uns unser Freund Thorsten ein Video, welches wieder die Pferdewiese zeigt. Die Pferde stehen nun Bauchtief im Wasser. Wir beginnen uns schnell umzuziehen, damit wir die Tiere retten können. Ich telefoniere mit der Lucky Horse Ranch, deren Pferde sind es aber nicht und sie können uns nicht helfen. Eine Freundin aus Vettelhoven erreiche ich zum Glück, sie kennt die Besitzerin und nennt mir ihre Nummer. Ich erreiche sie, mein Herz rast und springt mir bei dem Gedanken an die armen Tiere fast aus der Brust. Was für Angst diese gerade ausstehen müssen. Als die Besitzerin mir sagt, dass die Tiere gerettet und bereits fortgebracht sind – unter anderem durch unseren Freund Thorsten, der in Badehose über die Weide schwamm – fällt mir ein riesen Stein vom Herzen. 

17.23 Uhr erreicht uns ein Video von Freunden in Köln Ossendorf. Dort ist Land unter, die Autos stehen bis zur Hälfte der Höhe im Wasser.

17.52 Uhr erreicht uns ein Video von Thorsten, der direkt am Swistbach wohnt. Dieser ist bereits ca. 80 Meter breit und hat eine wahnsinnig hohe Fließgeschwindigkeit.

18.10 Uhr unsere Freunde, die in den kleinen Reihenhäusern am Swistbach wohnen, schicken uns Bilder. Deren Autos stehen bereits zur Hälfte der Höhe der Reifen im Wasser und das Wasser steht fast bis zur Terrassentüre.

18:57 Uhr erhalten wir ein Foto von unserem Freund, der in Esch wohnt. Er wohnt weit oberhalb vom Engpass. Die Hauptstraße vor seinem Haus ist überflutet, die Autos stehen auch hier bis zur Hälfte der Autoreifen auf seinem Grundstück im Wasser, auf der Straße ist es sogar noch höher.

19:04 Uhr wir erhalten Fotos von unseren Freunden aus Kirspenich. Die Erft geht dort an der Brücke fast bis zur Kante und hat eine wahnsinnige Fließgeshwindigkeit.

19:18 Uhr der Swistbach steigt und unsere Straße wird langsam geflutet. Im Minutentakt können wir sehen, wie es steigt.

19.24 Uhr erhalten wir ein Video von unseren Freunden aus Kirspenich. Der Ortskern an der Erft ist bereits geflutet und die Wassermassen strömen durch die schmalen Gassen.  Das Video zeigt eine Hofeinfahrt, in welcher Sandsäcke aufgestapelt sind. Diese werden die kommenden Minuten nicht überstehen und die Hausbesitzer nicht schützen können.

19.27 Uhr sage ich zu meinem Mann, der Swistbach steige weiter. Gut, dass wir es noch nach Hause geschafft haben. Auf unsere Straße können durch den Bach nur noch große SUVs durchkommen, für normale Fahrzeuge ist das nicht mehr möglich.

19.49 Uhr ich gehe zu unseren Nachbarn, die näher am Swistbach wohnen und bitte sie, ihre Autos auf unserem Grundstück zu parken, sonst würden ihre Autos noch voller Wasser laufen und das Angebot nehmen sie gerne an. Unser Grundstück liegt oberhalb der Kirche etwas höher. Der Swistbach ist mittlerweile ein reißender Fluss, der alles mit sich mitreißt.

20.10 Uhr wir gehen den linken Weg an der Kirche vorbei, um zu schauen, ob wir irgendwie helfen können. Auf der Hälfte des Weges müssen wir unser Vorhaben abbrechen, da wir sehen können, wie stark der Bach ist. Wir können über den Bach schauen und sehen unseren Nachbarn aus den Reihenhäusern Brusttief im Wasser stehen.

In der Zwischenzeit wollte unser Freund Thorsten einem Freund in Kalenborn helfen, dessen Keller vollgelaufen war. Wir wären dabei gewesen, doch unsere Straße und alles, was darüber liegt, ist durch den reißenden Swistbach von dem Rest des Dorfes getrennt. In dieser Nacht werden über 50 Saunabesucher dort nächtigen, da ein Fortkommen aus unserem Dorfteil nicht möglich ist. Also Thorsten, der auf der anderen Seite des Swistbaches wohnt, fährt los, auf die Umgehung zur Autobahn, um nach Kalenborn zu kommen. Wenige Minuten später ruft er uns an und erzählt uns, dass auf der Zufahrt das Wasser so hochsteht, dass dieses über seine Motorhaube geschwappt ist und sein Auto abgesoffen ist. Wir können leider nicht helfen, wir kommen durch den Swistbach nicht durch.

Wir holen Getränke aus unserem Keller und bringen diese zu der freiwilligen Feuerwehr in dem Wissen, dass für die armen Mädels und Jungs eine lange Nacht bevorstehen wird. Der Swistbach will einfach nicht zurück gehen. Wir haben immer noch keine Ahnung, wie es in den anderen Orten – bis auf Kirspenich, wo unsere Freunde wohnen - aussieht.

Wir sind regelmäßig durch unsere Keller gegangen, um 21.06 Uhr dringt Grundwasser in unseren Heizungskeller. Es steht zum Glück nur ein paar Zentimeter hoch, so dass wir direkt anfangen, dies mit unserem Nasssauger und dem Wischmopp aufzunehmen. Zwischendurch gehen wir immer wieder raus und schauen, ob sich die Lage entspannt, doch der Swistbach will und will einfach nicht zurück gehen.

Es muss so um die 22 Uhr rum gewesen sein, als wir die Sirenen in den anderen Orten losgehen hören. Wir haben jegliches Zeitgefühl verloren. Unsere Herzen pochen laut in unseren Körpern. Unsere Nachbarn erzählen uns, dass sie einen anderen Nachbarn aus dem Swistbach gerettet haben, den dieser mitzureißen drohte. Immer noch sind wir total nichtsahnend, wie es im Tal aussieht. Wir denken, dass die Sirenen auf sich auf die Grafschaft beziehen, ich sage noch sarkastisch zu einem Nachbarn, dass es jetzt zu spät sei, dass sie losgehen, der Drops sei gelutscht. Dass es unten im Tal gerade richtig brenzlig wird, damit rechnet niemand von uns.

Ich überlege noch, wie ich es am kommenden Tag in die Arbeit schaffen soll. Um 23:16 Uhr stellt die Feuerwehr das Rettungsboot auf unserem Grundstück ab. Bei der starken Strömung des Swistbaches kann man damit keine Menschen von der einen Seite des Dorfes auf die andere befördern. Es wird uns noch ein paar Tage erhalten bleiben und uns mahnend an diese Nacht erinnern.

15.07.2021
Der Wecker klingelt um 6.30 Uhr und ich stapfe zum Fenster. Der Swistbach hat wieder den Weg in sein Flussbett gefunden und die Straße ist frei. Ein BMW steht mitten drin, dieser hatte versucht, in der Nacht noch durchzufahren, ist aber abgesoffen. Ich mache mich für die Arbeit fertig.

Um 7:32 Uhr erreicht uns ein Video von Freunden aus Bad Neuenahr. Mein Herz bleibt bei dem Anblick fast stehen. Es zeig die Wassermassen, wie sie durch die Stadt fließen und Autos mitreißen. An den Häusern kann man erkennen, dass es um die zwei Meter hoch sein muss. Ich fahre mit mulmigem Gefühl in Richtung Bonn ins Büro. Mario hat sich spontan von seinem Chef freigeben lassen und will den Nachbarn in Holzweiler mit dem Ausräumen der Keller helfen.

8:42 Uhr erreicht mich im Büro ein Bild aus Dernau, welches aus den Weinbergen aufgenommen worden ist. Ich fange an zu weinen bei dem Anblick. Überall sieht man nur braunes Wasser, das fast bis an die Weinberge heran reicht.

14.31 Uhr erhalte ich ein Foto von Marienthal. Das Wasser reichte bis zum Weinberg. Auf einem Haus liegen riesige Baumstämme einer Holzbrücke, welche zuvor in Mayschoß-Laach stand. Dies war ein architektonisches Highlight. Bei den Holzstämmen muss es sich um die 10 Längsträger handeln, welche aus ganzen Baumstämmen gebaut wurden. Später erfahre ich, dass in diesem Gebäude drei Verwandte unseres Freundes umgekommen sind.

Mein Mann und unsere Freunde sind immer noch bei unseren Nachbarn fleißig. Ein Container-Lkw fährt laufend zwischen Holzweiler und dem Sportplatz Vettelhoven hin und her. Auf dem Parkplatz des Sportplatzes wurde zwischenzeitlich eine Deponie eröffnet, damit man auf kurzem Wege die Häuser räumen kann.

17.30 Uhr ich mache Schluss und fahre in Richtung Heimat. Ich halte kurz beim Aldi in Friesdorf, kaufe Wasser, Desinfektionsmittel, Windeln etc. Ich möchte diese nach Ringen ins Auffanglager bringen. Meine Freundin schickt mir eine Nachricht. Sie arbeitet in einem großen Bonner Hotel, ihr Chef würde 10 Flutopfern für eine Woche kostenfrei Zimmer zur Verfügung stellen, ob ich das vermitteln kann. Ich fahre nach Ringen, bringe meine Spenden ins Auffanglager und teile einer zuständigen Dame vom Roten Kreuz die Situation mit dem Bonner Hotel mit. Wenige Minuten später meldet sich meine Freundin bei mir, dass die Zimmer erfolgreich an Betroffene der Flut vergeben worden sind.
Auf dem Weg von Ringen in Richtung Holzweiler sehe ich viele Traktoren, welche ins Tal unterwegs sind. Mein Herz rast. Daheim angekommen springe ich schnell in alte Klamotten und gehe zu den Nachbarn. Wir sind mittlerweile fast 50 Menschen aus Holzweiler. Reihum gehen wir durch jedes Haus. Die Bewohner zeigen uns, was aufgehoben werden soll und was fort soll. Wir füllen den Container, dieser fährt zum Sportplatz Vettelhoven und ist binnen fünf Minuten wieder da. Dann ist das nächste Haus dran. Wir bilden Menschenketten, ein besonders mulmiges Gefühl befällt mich, als ich von Oma Hansen die schönen Möhnen-Kostüme in den Container werfen muss. So viele wunderschöne Erinnerungen, die voller Matsch sind. Immer noch, kann ich mir nicht vorstellen, wie es unten im Tal aussieht.

21.30 Uhr wir sind fast fertig, sitzen alle zusammen im Hof der Reihenhäuser am Swistbach, trinken zusammen ein Bierchen und trösten uns gegenseitig. So ein wahnsinniger Zusammenhalt in unserem wunderschönen Dorf. Überall stehen zerstörte Waschmaschinen und Trockner, die nicht auf die Deponie dürfen. Darauf sitzen meine müden Nachbarn, einige weinen, andere beweisen Galgenhumor. Schlafen können wir alle in dieser Nacht nicht richtig. Mario ist mit Freunden für den kommenden Tag verabredet, um in Ahrweiler zu helfen.

16.07.2021 Der Weg ins Büro war schlimm. Während ich in Richtung heiles Bonn ins Büro gefahren bin, kamen mir viele Helferfahrzeuge entgegen. Dieses verräterische Gefühl würde ich noch lange Zeit morgens mit mir tragen. Jeden Morgen sitze ich hinterm Steuer und weine für mich alleine. Ich würde so gerne helfen, doch ich kann nicht, ich muss ins Büro.

Ich sitze im Büro und Mario ruft mich an. Er ist erschüttert von dem Anblick, der sich ihm in Ahrweiler bietet. Ich würde ihm so gerne helfen, ihn in den Arm nehmen und ihm einen Teil der Last von seinen Schultern nehmen, aber das kann ich leider nicht. Während in Bonn der alltägliche Wahnsinn weiter geht, geht ein paar Kilometer weiter gerade die Welt unter. Zu diesem Zeitpunkt werden über Tausend Menschen vermisst, ganze Häuser sind mit den Bewohnern fortgerissen worden. Im Dezember wird man auf die endgültige Zahl der Todesopfer – 135 – kommen.

Mario berichtet mir, dass sie teilweise in die Häuser nicht hineindürfen, da diese noch nicht untersucht worden sind und dort noch Verstorbene vermutet werden.

Er sendet mir ein paar Bilder aus Ahrweiler, mir stockt der Atem.

Eine Freundin, welche bei einem großen Immobilienunternehmen arbeitet, meldet sich bei mir. Ihr Unternehmen möchte eine große Summe spenden. Mario schickt auch ihr die Bilder aus Ahrweiler, welche direkt die Oberen des Unternehmens überzeugen, eine sehr großzügige Summe zu spenden.

Samstag, 17.07.2021 wir sind unterwegs nach Dernau. Manni, unser Freund, lebt alleine in einem Haus. Er hat es gerade liebevoll renoviert, ist nicht mal zwei Wochen damit fertig. Nun sind der Keller und das Erdgeschoss zerstört. Als wir über die Weinberge auf Dernau schauen, zeichnet sich ein Bild der totalen Verwüstung. Die Ahr, welche normalerweise umsäumt von Bäumen ist, hat alle fortgerissen, überall sieht man nur braunen Matsch und es riecht nach Diesel.

Wir kommen bei Mannis Haus an. In seinem Garten stehen drei Autos, welche die Flut wie Spielzeuge dorthin getrieben hat. Zwei Fahrzeuge stehen sogar aufeinander. Während die Jungs die Möbelstücke aus dem Keller holen (dieser ist zum Glück zum Garten hin ebenerdig), fange ich an den Schlamm rauszuschieben. Zum Glück ist im Keller ein großes Garagentor, durch welches ich den Schlamm mit dem Schieber rausschieben kann. Hätte ich Eimer füllen müssen, wäre ich Wochen beschäftigt gewesen. Überall sieht man Menschen, wie kleine Ameisen herumlaufen, Eimerketten bilden, Möbel aus Häusern heraustragen. Zwischendurch kommen Transporter vorbei, aus denen Essen und Getränke an uns verteilt werden. Fremde Menschen, die von überall herkommen, stehen mit uns im Schlamm, versorgen uns mit Dingen des täglichen Bedarfs. Toiletten gibt es keine, entweder man verkneift es sich, oder man nutzt einen Eimer in einer stillen Ecke des Hauses. Mannis Klo hat es zum Glück überstanden, ich habe in weiser Voraussicht ein paar Flaschen Leitungswasser mitgenommen, damit wir die Möglichkeit zum Abziehen haben. Strom, Wasser, Telefonempfang, alles nicht vorhanden.

Wir stehen gerade vor dem Haus, als die Menschen beginnen in Richtung Weinberge zu laufen. Alle brüllen uns an „Weg hier, Ihr müsst weg hier.“ Wir lassen alles stehen und liegen und rennen mit. Bis Mario einen Bekannten sieht und diesen fragt, was los sei. „Der Damm ist gebrochen.“ Schreit er ihn an. Mario bleibt ruckartig stehen und ich auch fange an langsamer zu gehen. Damm? Welcher Damm? Wir werden von den Menschenmassen wieder mitgerissen. Eine junge Frau wird von ihren Freundinnen von ihrem Zuhause fortgezogen. „Meine Katze, meine Katze ist noch im Haus.“ Schreit sie und weint bitterlich, ihre Freundinnen ziehen sie weiter. Eine alte Dame mit Gehhilfe wird von ihren Verwandten in Richtung Weinberge geschoben. Im Weinberg treffen wir unseren Freund Bernd, der gerade sein Haus energieeffizient in Dernau gebaut hat. Er fängt an zu weinen und sagt zu mir: „Ich habe doch gerade alles sauber gehabt, was passiert denn jetzt bloß jetzt noch?“ Ich nehme ihn und seine Frau in den Arm. „Es kann nichts Schlimmes sein. Hier in der Nähe ist kein Damm, der brechen kann. Das muss alles ein Missverständnis sein.“ Irgendwann wird es uns zu bunt und wir gehen wieder in Richtung Mannis Haus. Die Feuerwehr versperrt uns den Weg. Wir informieren diese, dass hier kein Damm in der Nähe ist. Der nächste mögliche sei die Steinbachtalsperre und die sei bei Euskirchen und wenn diese bricht, könnte sie nicht über die Berge ins Ahrtal runter. So langsam werden wir wütend. Bis heute wissen wir nicht genau, wer uns allen das angetan hat, denn diese Panikmache ging wohl bis nach Sinzig. Manche sagen, dass Plünderer das Gerücht gestreut hätten, andere sagen, dass es Querdenker waren.

Wir sind für diesen Tag bedient. Wir werden am nächsten Tag, den Sonntag wieder da sein und Mannis Haus schaffen. Auf dem Weg zu unserem Auto, welches im Weinberg steht, sehen wir immer mehr Zerstörung. Oberhalb Dernaus, fast am Auto angekommen, sehen wir einen Mann und eine Frau in Wanderklamotten. Sie schauen aufs Tal und hätte ich einen Eimer Matsch gehabt, hätte ich ihnen diesen über ihre sauberen Wanderschuhe gekippt. Dieses Paar war mir bereits paar Stunden vorher an Mannis Haus aufgefallen. Während ich Schlamm schippte, schauten sie mich von einer höher gelegenen Straße an und gingen spazieren. “Sind wir im Zoo oder was?“ Habe ich da noch bei mir gedacht. Katastrophentouristen, nicht die ersten, die wir in den kommenden Wochen sehen würden…..


Ich habe bestimmt ein paar Stolpler und Wackler in dem Text hinterlassen, aber diese Stunden nochmal durchzuerleben, das ist schon hart. Aber es muss niedergeschrieben werden, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Die Menschen in den Flutgebieten haben so unendlich viel durchgemacht, das muss für die Zukunft erhalten bleiben.

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von Katerina Reiss 23. Januar 2026
Wir haben uns für unseren Cornwall Urlaub in April/Mai 2025 ein wundervolles Cottage gebucht. Wir haben ein Jahr im Voraus gebucht, da es für das Jahr davor nicht geklappt hatte, weil wir viel zu spät nach Unterkünften geschaut haben und dann nur noch sehr teure oder weniger schöne Unterkünfte übrig waren. Aus diesem Fehler haben wir gelernt und für 2025 haben wir rechtzeitig geschaut. Sobald der gewünschte Zeitraum auf den Portalen freigeschaltet war (habe fast täglich rein geschaut), haben wir gebucht. Zunächst hatte uns auf den Bildern die Aussicht begeistert und darüber hinaus hat uns auch die Einrichtung zugesagt. Uns ist es immer wichtig, dass wir eine sehr schöne Unterkunft haben und nicht die ganze Zeit denken müssen, dass wir es daheim schöner hätten. Besonders wichtig ist für uns auch immer, dass es eine Waschmaschine gibt, da wir nicht so ein großes Auto haben und nicht so viel mitnehmen möchten - besonders, wenn man im April und Mai fährt, braucht man schon eine etwas breit gefächerte Garderobe, da das Wetter doch nochmal umschlagen kann. Das Cottage ist super aufgeteilt, im Erdgeschoss hat man eine sehr gut ausgestattete Küche und durch eine Glaswand getrennt das Wohnzimmer mit der Terrasse und der wundervollen Aussicht auf den Fistral Beach und das Headland Hotel. Im oberen Geschoss gibt es zwei Schlafzimmer, wovon das mit den Blick auf den Fistral Beach ein extra Waschbecken hat und ein großes Badezimmer mit Badewanne. In beiden Schlafzimmern hat man sehr viel Stauraum für Kleidung - wir brauchten das zweite Schlafzimmer aber nicht und haben dies als begehbaren Kleiderschrank umfunktioniert. Die Sauberkeit und der Zustand der Möbel war hervorragend. Wir haben vom 21.04. bis 05.05.2025 knapp über 1.600 Euro gezahlt, was für die Größe und die Lage des Hauses und unter Berücksichtigung, dass es eigentlich für vier Personen ist, total angemessen war. Von dem Cottage aus ist man in fünf Minuten am Fistral Beach und von dort aus ist es auch nur ein Katzensprung bis in die Innenstadt von Newquay. Wir haben es genossen, an unseren Newquay-Tagen (wir machen so alle zwei Tage eine Ausflugspause und entdecken gerne zu Fuß die nähere Umgebung, damit wir uns auch erholen können) von dem Cottage aus nach Newquay zu gehen. Diese Werbung erfolgt freiwillig und unbezahlt.
von Katerina Reiss 21. Januar 2026
Ein großer Traum von uns war es, mal ein Fußballspiel in England zu sehen. Wir hatten das Glück und konnten Karten für Exeter City (3. Englische Liga) kaufen. Das Stadion liegt zentral in Exeter, so dass man dort gemütlich zu Fuß hingehen kann. Wir hatten im Zentrum einen sehr guten Parkplatz gefunden und der Weg zum Stadion dauerte 15 Minuten, es war der Parr Street Car Park in der Park Street, Exeter EX1 2BE. Vor dem Spiel sind wir in Exeter schön im "The Ivy" frühstücken gewesen (hier gibt es einen extra Blogpost, schaut doch mal vorbei) und haben noch ein wenig die Innenstadt unsicher gemacht. Von dem Parkplatz braucht man nur fünf Minuten in die Innenstadt. Bezahlt haben wir den Parkplatz mit der "Pay by Phone App", wir haben uns für England diverse Park-Apps gezogen, so dass wir überall per Handy zahlen konnten. Besonders praktisch ist, dass die Apps einen vor Ablauf der Parkzeit erinnern und man Parkzeit per App nachlösen kann, ohne zum Parkplatz gehen zu müssen. Am Stadion angekommen, fand ich besonders schön, dass es einen Aushang mit einem "Willkommen" für die Gästefans gab. Wir waren schon in vielen Stadien unterwegs, aber sowas freundliches haben wir noch nie gesehen. Da es sich um einen Drittligisten handelt und das Spiel gegen Huddersfield kein Risikospiel war, wurden die Heim- und Gästefans nicht getrennt. Vor dem Spiel konnten wir gemütlich über die Anlage schlendern und uns mit Artikeln des Fanshops eindecken, es gab tolles Essen und gute Getränke (sogar in Englischen Fußballstadien ist die Auswahl an frisch gezapften Bieren groß - im Bereich des Spiels gibt es aber keine alkoholischen Getränke, was ich persönlich sehr gut finde). Die Spieler von Exeter kamen vor dem Spiel sogar raus und gaben den Kindern Autogramme. Für uns war das ein unheimlich tolles Erlebnis und wir werden versuchen, wenn wir wieder während der Saison in England sind, nochmal ein Spiel zu besuchen. In 2026 werden wir leider während der Sommerpause in England sein, aber da dies nicht unser letzter Besuch dort sein wird, werden wir ganz sicher noch einmal ein Spiel besuchen können. Ward Ihr schon einmal bei einem Fußballspiel in England? Diese Werbung erfolgt freiwillig und unbezahlt.
von Katerina Reiss 19. Januar 2026
In Exeter waren wir so früh unterwegs, dass wir so schön Zeit hatten, um Frühstücken zu gehen. Wir sind im "The Ivy" eingekehrt und haben es nicht bereut. Mario hatte das typische English Breakfast und ich hatte die besten Pancakes meines Lebens. Richtig gut finde ich in England, dass man bei jeder Bestellung in einem Restaurant nach Allergien gefragt wird und da die Speisen frisch zubereitet werden, ist es nie ein Problem, etwas weg zu lassen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von der Einrichtung des Ivy total überrascht und begeistert bin. Also dies wird bestimmt nicht unser letzter Besuch dort gewesen sein. Sogar die Bäder sind eine Wucht. Wie ich festgestellt habe, ist das The Ivy in vielen Städten vertreten und ich werde nun öfter danach Ausschau halten. Das Personal ist sehr freundlich und man fühlt sich im The Ivy einfach wahnsinnig Willkommen. Diese Werbung erfolgt freiwillig und unbezahlt.
von Katerina Reiss 19. Januar 2026
Lower Slaughter
von Katerina Reiss 16. Januar 2026
Bei unserem letzten Besuch in Cornwall haben wir Lanhydrock House, welches vom National Trust verwaltet wird, besucht. Dieses Anwesen ist einfach wahnsinnig groß und neben dem Haus gibt es eine Kapelle mit einem alten Friedhof sowie einen wunderschönen Garten zu entdecken. Das Haus gehörte zum Priorat von St Petroc in Bodmin bis Heinrich der VIII. 1543 die Klöster auflöste und es in Privatbesitz über ging. Am 4. April 1881 wurde ein Großteil des Hauses bei einem Großbrand zerstört wobei die äußeren und inneren Mauern dem Brand standgehalten haben, so dass es vollständig wieder aufgebaut werden konnte. Seit 1953 gehört das Anwesen zum National Trust und seit 1954 konnte man Teile des Hauses besichtigen. Ihr könnt auch in dem National Trust Kaffee verweilen, ein Stück leckeren Kuchen und einen Cream Tea zu Euch nehmen. Wer die Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen "Klippen der Liebe" (1999) und "Im Zweifel für die Liebe" (2009) gesehen hat, wird sich bestimmt an Lanhydrock, welches als Drehort diente,erinnern. Ich nehme Euch mit ein paar Bildern auf unsere Reise mit, aber nicht zu viele, da ich Euch die Spannung für Euren zukünftigen Besuch nicht nehmen möchte.
von Katerina Reiss 16. Januar 2026
Unsere Vermieterin in Ampney St. Mary hat uns ein wundervolles Pub empfohlen. Im schönen Örtchen Barnsley gelegen, ist das Village Pub und Hotel, welches zu den Pig Hotels gehört. Wir waren während unserem Aufenthalt zwei Mal dort, weil es uns so gut gefallen hat und es durch seine wundervollen Speisen überzeugt hat. Das Personal des Pubs war unglaublich höflich und wir haben uns unheimlich Willkommen gefühlt. Wenn Ihr in der Nähe seid, dann kann ich Euch einen Besuch dieses tollen Pubs nur wärmstens empfehlen. Es war das erste Mal, dass ich einen Sticky Toffee Pudding gegessen habe und was soll ich Euch sagen, diese Nachspeise hat mich voll umgehauen, so unglaublich lecker. Die Einrichtung ist sehr individuell und gemütlich gestaltet, sogar die Bäder sind ein Hingucker. Diese Werbung erfolgt freiwillig und unbezahlt.
von Katerina Reiss 16. Januar 2026
Broadway ist ein für die Cotswolds typischer Ort. Besonders schön ist die breit angelegte und mit Bäumen gesäumte Hauptstraße. Die Architektur der Cotswolds ist die Schönste, welche ich jemals gesehen habe. Die Häuser sind aus dem regional abgebauten, honiggelben Kalkstein gebaut, was jeden Ort irgendwie Golden und dadurch Märchenhaft erscheinen lässt.
von Katerina Reiss 14. Januar 2026
Agathas Traum war es schon immer, in den Cotswolds zu leben. Sie verkauft ihre erfolgreiche PR Agentur und zieht in das traumhafte Dorf Carsley und wird durch einen Mord, welchen man ihr in die Schuhe schieben will, zu einer Amateur-Detektivin. Drehort für ihr neues Heimatdorf ist Biddestone und da ich ein wahnsinniger Fan dieser Serie (eigentlich sehr vieler englischer Krimiserien) bin, wollte ich unbedingt mal dort hin. Was soll ich Euch sagen, trotz, dass es ein etwas wolkiger Tag war, habe ich mich in diesen Ort verliebt. Dieses Dörfchen ist der Inbegriff eines Cotswolds-Ortes, voller wundervoller Häuser mit den für die Gegend typischen Glyzinien-Ranken an den Häusern. Na, wer erkennt das Haus, in welchem der erste Mord geschehen ist?
von Katerina Reiss 14. Januar 2026
Mitten in der wunderschönen Natur der Cotswolds liegt das malerische Dörfchen Snowshill mit dem National Trust Anwesen Snowshill Manor. In diesem Dorf leben knapp über 160 Menschen. Vielleicht habt Ihr diesen Ort unbewusst schon einmal gesehen, denn wer den ersten Teil der Bridget Jones Filme "Schokolade zum Frühstück" gesehen hat, wird erkennen, dass in diesem Ort die Eltern von Bridget leben. Wie mir ein sehr freundlicher Bewohner des Ortes bei einem kleinen Plausch erzählte - ja, ich quatsche unheimlich gerne mit Einheimischen - war das Pub die Garderobe von Renée Zellweger. Hier könnt Ihr das Zuhause von Bridgets Eltern und das Garderoben-Pub sehen.
von Katerina Reiss 11. Juli 2025
Im Norden Cornwalls liegt der wunderschöne natürliche Hafenort Boscastle am South-West-Coast-Path. Der größte Teil des Ortes gehört zum National Trust. Ihr findet direkt im Ort einen großzügig angelegten Parkplatz. Ein kurzer Spaziergang durch den kleinen Ort bringt einen zu dem kleinen Hafen, von welchem man einen wahnsinnig schönen Ausblick hat.